Hauptbilder im Hochaltar

Beim ersten Anblick des Haupt- und Mittelbildes wird man an eine Mariakrönung erinnert, denn Engel halten über Maria die Krone; allein man überzeugt sich sofort, dass davon keine Rede sein kann, denn Maria hat das Jesuskind im Schoße und neben ihr stehen und knien anbetend zwei männliche Figuren, deutlich erkennbar als die Weisen aus dem Morgenland, die aus kostbaren Gefäßen ihre Gaben darbringen.

 

Das Jesuskind sitzt ganz nackt im Schoß der Mutter, die es in der Linken umarmt und mit der Rechten den ihr zur Seite knienden König willkommen heißt.

 

In einer besonderen Nische des Altars, unmittelbar links neben dem Hauptbilde steht der Mohrenkönig und rechts in der Nische der heilige Josef, im demütig abgenommenen Hut trägt er drei Brote, das Zeichen seiner Armut. Mit der rechten Hand zieht er die Kaputze über seinen Kopf.

Der gegenüberstehende Mohrenfürst nimmt mit seiner Rechten den Königshut von seinem krausen Kopf, während er mit der linken Hand ein Prachtgefäß zu dem göttlichen Kinde emporhebt.

 

Die Deckenfelder der Nischen sind goldgemustert und alle Nischen mit astigem Laubwerk gekrönt.

 

Unter dem erhabenen Mittelstück sind noch drei kleinere Nischen; in der mittleren erkennen wir den heiligen Cyriakus mit Kaisertochter Arthemia.

 

Zwei prophetische Figuren umarmen die Cyriakusgruppe.